Tax Freedom Day 2022

Bis zum 15.8. arbeiten wir nur für den Staat!

© Foto Fischer: Nina Zechner (Geschäftsführerin der Jungen Industrie Steiermark), Hannes Buchhauser (Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Steiermark) und Martin Gundinger (Austrian Economics Center) sehen dringenden Handlungsbedarf für Entlastungen.

Junge Wirtschaft und Junge Industrie Steiermark sind sich einig: Der Tax Freedom Day am Montag, 15. August 2022, zeigt den dringenden Handlungsbedarf für Entlastungen. Gemeinsam fordern sie mehr Generationengerechtigkeit. „Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Inflationsrate ist eine Senkung der Abgaben dringender notwendig denn je“ betonen Hannes Buchhauser (Vorsitzender Junge Wirtschaft) und Nina Zechner (GF Junge Industrie).

Er markiert den ersten Tag im Jahr, an dem ein durchschnittlicher österreichischer Steuerzahler genug Geld verdient hat, um seine Steuern und Abgaben zu bezahlen. Je früher im Jahr der Tax Freedom Day liegt, desto mehr Spielraum haben also auch Unternehmen für Beschäftigung und Investitionen. Das bedeutet, dass bis 15. August immerhin 227 Tage lang, die Österreicher:innen ausschließlich für den Staat gearbeitet haben. Das geht aus einer aktuellen Studie des Austrian Economics Centers hervor, wo seit 2010 jährlich der sogenannte „Tax Freedom Day“ berechnet wird. Dabei werden sämtliche Steuereinnahmen und Sozialabgaben durch das Einkommen der Haushalte und Betriebe geteilt und dieser Prozentsatz dann auf das Jahr umgerechnet.

Und dieser Tag ist heuer wieder später im Jahr. Das liegt nicht nur in hohem Maße an den stark gestiegenen Energiekosten, die dem Staat enorme Mehreinnahmen durch die Energiesteuern bescheren, sondern auch an den im OECD-Ländervergleich sehr hohen Lohn- und Lohnnebenkosten von 47,8%. Nur Belgien (52,6%) und Deutschland (48,1%) haben höhere Lohnnebenkosten als Österreich, der OECD-Durchschnitt liegt bei 34,6%.

„Die arbeitenden Österreicher brauchen mehr netto vom brutto - es kann nicht sein, dass von einem verdienten Euro nur 37 Cent übrig bleiben“, pocht Hannes Buchhauser, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft und selbst Unternehmer mit 30 Mitarbeiter:innen auf eine deutliche Senkung der Abgaben: „Der eingeschlagene Kurs der Ökosozialen Steuerreform muss konsequent und mit mutigen vorgezogenen Schritten nachhaltig umgesetzt werden. Neben den rasant gestiegenen Energiekosten und dem immer schärfer werdenden Fachkräftemangel gehören die überdurchschnittlich hohen Arbeitskosten zu den größten Lasten, die Jungunternehmen zu tragen haben“.  

Österreich ist ein Hochsteuerland und daran werden auch die jüngst gesetzten wichtigen Maßnahmen nur wenig ändern – vielmehr gilt es diese in ihrer Wirksamkeit vorzuziehen.“, bekräftigt Nina Zechner, Geschäftsführerin der Jungen Industrie Steiermark und führt weiter aus: „Dass wir eine hohe Steuerlast haben, die Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit fordern und dennoch wichtige Infrastrukturmaßnahmen wie etwa jene einer flexiblen und flächendeckenden Kinderbetreuung nicht von der öffentlichen Hand gewährleistet werden kann, schmerzt und ist nicht nachvollziehbar. Wir haben einen eklatanten Arbeitskräftemangel über alle Branchen hinweg und Expert:innen führen als einen Lösungsansatz konsequent die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder an.“

Für eine Senkung der Abgaben tritt auch Martin Gundinger (Austrian Economics Center) ein: "Vor dem Hintergrund der steigenden Inflationsrate ist das – einhergehend mit Kürzungen staatlicher Ausgaben - sinnvoll. Sinkende Abgaben sorgen nämlich für höhere Produktivität, und wenn mehr produziert wird, wirkt dies preisdämpfend. Insofern ist hier ein dringendes Umdenken der Politik nötig, die derzeit versucht, mit zusätzlichen Ausgaben und Sonderabgaben gegenzusteuern - ein Versuch, der mit hoher Wahrscheinlichkeit die Preise weiter ansteigen lässt."

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