Im Vorfeld des Pensionsgipfels im Parlament am Mittwoch warnt die Junge Wirtschaft (JW) vor teuren Wahlgeschenken: „Jetzt ist ein besonnener Umgang mit Budgetmitteln gefragt. Denn die Wahlgeschenke von heute sind Kostenrucksäcke für morgen, die die Jungen tragen müssen. Das kann nicht im Sinne verantwortungsvoller Politik sein.“

Schon jetzt wird ein Viertel der Budgetausgaben für die Zusatzfinanzierung des gesetzlichen Pensionssystems aufgewendet. Mittel- und Langfristprognosen belegen, dass das österreichische Pensionssystem aufgrund der demografischen Entwicklung immer schwerer zu finanzieren sein wird. Die heute Jungen, die diese Wahlzuckerl als Erwerbstätige im Übrigen auch zahlen, würden dadurch später auch weniger Pension erhalten, kritisiert JW-Bundesvorsitzende Christine Holzinger. „Wir appellieren daher an die Politik, auch in Wahlkampfzeiten mit Weitsicht zu agieren und nicht auf Kosten nachfolgender Generationen in die Staatskassen zu greifen“.

Nachhaltigkeitsautomatismus schaffen

Stattdessen muss man das Pensionssystem nachhaltig und tragfähig aufstellen, betont die JW und fordert daher die Schaffung eines Nachhaltigkeitsautomatismus im Pensionssystem. 

Steigt die Lebenserwartung, soll automatisch auch das Pensionsantrittsalter erhöht werden. Das gibt auch den jüngeren Generationen Sicherheit für ihre Pensionen. Ein weiterer Hebel zur Anhebung des Antrittsalters ist die Einschränkung von frühzeitigen Pensionszugängen. Holzinger: „Diese Maßnahmen würden für mehr Fairness und Stabilität sorgen.“