Steuerliche Absetzbarkeit von Carsharing-Diensten 

Viele Unternehmen benötigen keinen eigenen Lkw, sondern nutzen gerade in Wien Carsharing-Angebote. Die JWW setzt sich daher dafür ein, dass die Kosten für Registrierung und Nutzung von Carsharing-Angeboten für betriebliche Fahrten in voller Höhe vorsteuerabzugsberechtigt werden.

Reduktion der Normen und Bürokratieabbau 1:2

Rund 16.000 Bundesgesetze, Landesregelungen und Verordnungen regeln beinah jeden Bereich unseres Lebens. Viele dieser Normen sind längst unzeitgemäß oder widersprechen einander gar. Um mehr Licht in den Vorschriftendschungel zu bringen, fordert die JWW: 1:2 – eine neue Regelung, zwei alte weg. Für jede neu geschaffene Regelung sollen zwei überholte Bestimmungen wieder abgeschafft werden.

 

Streichung der Lohnnebenkosten für das erste Quartal

„Kein europäisches Land außer Belgien kennt höhere Lohnnebenkosten als Österreich. Darum zögern gerade junge Unternehmen, neue MitarbeiterInnen einzustellen“, erzählt Jürgen Tarbauer aus eigener Erfahrung. Als Anreiz, Arbeitsplätze zu schaffen und als generelle Entlastung von rund € 6.200 pro Klein- und Kleinstbetrieb, sollen die Dienstgeberbeiträge für drei MitarbeiterInnen für die ersten drei Monate im Kalenderjahr ersatzlos gestrichen werden.

  

Gleichbehandlung beim Autofahren

In Wien wird zwischen Parkkarten für UnternehmerInnen und dem allgemeinen Parkpickerl unterschieden. Diese unzeitgemäße und sachlich nicht begründbare Unterscheidung soll ersatzlos gestrichen werden. Den Wiener UnternehmerInnen soll es gestattet sein, flächendeckend in allen Bezirken während der Geschäftszeiten auf Anrainerparkplätzen zu parken.

 

Weg mit der überholten Schanigarten-Regelung

„Auch wenn es im Februar in Wien milde 20 °C hat, dürfen Wirte ihre Schanigärten nicht aufsperren. Sie müssen auf wichtige Gäste verzichten, weil eine Regelung besagt, dass die Gastgärten nur von März bis November geöffnet werden dürfen.“, so Tarbauer, der sich für eine selbstbestimmte Öffnung der Schanigärten ausspricht. Statt einem starren Korsett aus Regelungen fordert die JWW mehr Flexibilität.

 

Modernisierung des Krankenstandes

Während unsere Unternehmen nach vorne schauen, sind die Schutzbestimmungen für ArbeitnehmerInnen nicht in der Arbeitswirklichkeit des 21. Jahrhunderts angekommen. „Warum soll ein Mitarbeiter, der auch sonst Homeoffice macht, mit einer Beinfraktur nicht von zu Hause aus arbeiten dürfen?“, so Tarbauer. Die JWW plädiert für eine für beide Seiten faire Modernisierung, die das heutige Miteinander von UnternehmerInnen und ArbeitnehmerInnen widerspiegelt, und fordert die Einführung eines Teilkrankenstandes.

 

BürgerInnen-E-Mail statt Behördenfrust

Eine einfach umzusetzende und nachhaltige Forderung der Jungen Wirtschaft Wien ist die Vergabe staatlicher E-Mail-Adressen für alle BürgerInnen. Damit wird die Kommunikation zwischen den ÖsterreicherInnen und dem Verwaltungsapparat effizienter, kostengünstiger und auch umweltbewusster. Um stundenlanges Anstellen, aberwitzige Öffnungszeiten und mühsame Informationsbeschaffung zu umgehen, können Informationen zu Terminen oder Rechnungen direkt und ohne Zeitverzögerung an die BürgerInnen gelangen.