In der September-Ausgabe unseres monatlichen After Work Networks im Addicted to Rock ging es in den handwerklichen Bereich. Nemanja Banika präsentierte uns als Special Guest des Abends sein neugegründetes Unternehmen NEMI. Mit diesem designt und produziert er Metalldesign-Elemente für den Innenbereich, darunter edle Metallfliesen, Tischplatten, Möbelverkleidungen und mehr. Neben dem Gründer waren auch wieder zahlreiche andere Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer vor Ort, um sich auszutauschen und zu netzwerken.

Nemi, wie Nemanja von seinen Freunden genannt wird und er auch sein Unternehmen getauft hat, hat erst kürzlich im Jänner 2018 gegründet. Diesem Schritt gingen mehr als drei Jahre Vorbereitung voraus. Nemi selbst kommt aus dem Maschinenbau, war jedoch nach seiner Ausbildung einige Jahre im Einkauf. Auf die Idee mit den Metalloberflächen kam er durch ein Missgeschick, als ihm sein MacBook auf den Boden fiel. Beim Anblick des Unglücks kam ihm der Gedanke, wie es denn aussehen würden, wenn der Boden doch in der edlen Metalloptik des Laptops glänzen würde? Gedacht. Getan. Mittlerweile hat er einige Designs schon entwickelt und seine erste Serienproduktion hergestellt. Zwar gibt es ähnliche Produkte, jedoch werden diese nur äußerst teuer und für Großaufträge angeboten – mit bis zu 1.000 Euro pro m2. Neni wollte die Metalloptik auch für Private in kleinen Mengen verfügbar machen. Zudem kann er mit seiner Methode den Preis der Konkurrenz erheblich unterbieten. Aktuell stellt er in der Nordbahnhalle im 2. Bezirk aus, wo er mittlerweile auch seinen Arbeitsplatz hat.

Co-Working gegen Einsamkeit

In der Zeit der Vorbereitung hat Nemi an zahlreichen Kursen und Gründungsprogrammen teilgenommen, die ihn in seinem Vorhaben unterstützt haben. Auch um verschiedene Förderungen hat er angesucht, was sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat, schlussendlich aber nicht fruchtete. Dennoch hat er sich weiter durchgekämpft und eben in diesem Jahr den großen Schritt getan. Ein gutes Beispiel dafür, dass Hartnäckigkeit sich lohnt. Anfangs arbeitete Nemi von zu Hause aus. „Hier wird man jedoch sehr schnell etwas einsam“, so der Jungunternehmer, da soziale Kontakte rasch leiden. Aus diesem Grund suchte er sich einen Co-Working-Space. Solche Orte kann er auch anderen nur raten, da man sich dort mit „Leidensgenossen“ austauschen und vernetzen kann, was sehr hilfreich ist. Aktuell ist er auf der Suche nach einem Partner, was jedoch nicht ganz so einfach ist. Denn dazu braucht es jemanden, der die gleiche Vision und Leidenschaft teilt. Wer weiß, vielleicht ergab sich ja aus dem After Work Network heraus ein passender Kontakt.

Nach dem spannenden Einblick in das junge Unternehmen wurde wieder fleißig genetzwerkt.
Es war wieder einmal ein gelungenes After Work Network und wir bedanken uns bei allen Gästen! Bis zu nächsten Mal!