Neues Jahr – neue Veranstaltungen! Der Auftakt hätte gelungener nicht sein können: Dr. Claudia Maria Wolf füllte mit ihrem Vortrag „Texte, die wirken, für Unternehmen, die (durch)starten“ die Buchhandlung „Wagner’sche“ und das zurecht!

Nach den herzlichen Begrüßungsworten des Hausherrn Mag. Markus Renk, startete Frau Dr. Wolf mit einer Reise durch die Welt des Textens.

Ein grundlegender Fehler bei Marketingtexten ist die Rollenverteilung: der Kunde ist der Held, das Unternehmen sein Helfer und für jeden Helden gibt es einen passender Helfer! Kunden suchen einfache Wege zum Ziel und die Aufgabe des Unternehmens ist es, diese zu zeigen.

Ein weiterer beliebter Fehler ist es Informationen an den Anfang eines Textes zu setzen, doch ähnlich wie bei einem James Bond-Film, sollte man gleich mit Action beginnen. Angst ist dabei allerdings kein guter Motivator – ein gelungener Text sollte mit positiven Bildern und positiver Sprache die Inspiration beim Kunden wecken, denn die Inspiration ist gemeinsam mit der Motivation der Grund für Menschen sich für etwas zu entscheiden. Dabei glaubt der Mensch zwar möglichst viel Auswahl zu wollen, doch wie bei einem Marmelade-Stand, fällt die Entscheidung umso schwerer, je mehr Angebot ist gibt.

Der „Call-to-Action“ unterstützt die Entscheidung und sorgt für den Beziehungsaufbau. Dafür sollte er immer dosiert und angemessen sein. Auch die Einladung sich mehr Informationen zu verschaffen, ein PDF-Dokument runterzuladen oder einfach „hier zu klicken“ kann ein passender Call to Action sein.

Am Ende eines eindrucksvollen Vortrages hat Frau Dr. Wolf die sechs Faustregeln des Textens zusammengefasst:

• Je komplexer die Sache, desto einfacher der Satzbau und die verwendeten Wörter

• Kurze Sätze überwiegen – das Ohr liest mit

• Konkrete Worte statt abstrakte Sammelbegriffe

• Texte als Dialog verwenden und den Kunden direkt ansprechen

• Zusammenhänge schaffen und so dem Leser beim Denken helfen

• Take it easy – Jeder Satz muss nur so spannend sein, dass der Kunde den nächsten Satz lesen will.

Nachdem noch einige Fragen aus dem Publikum geklärt wurden, fand der Abend seinen gemütlichen Abschluss bei Brötchen und Netzwerken.