Kiweno und Monkee im Interview

Robert Fuschelberger und Martin Granig

Am 14. November war es wieder soweit: die Junge Wirtschaft Tirol lud gemeinsam mit dem Inncubator und den Icons zur Startup Class #16.

Der Startup-Beauftragte und Gastgeber Martin Granig (Monkee) hostete seine erste Startup Class und besetze diese gleich mit hochkarätigen Gästen: Philipp Zimmermann von Greenstorm und Robert Fuschelberger von Kiweno.

So unterschiedlich die Startups der beiden Gründer sind, so unterschiedlich verliefen auch ihre Gründerstories, an denen sie die fast 100 Teilnehmer mit erfrischender Offenheit teilhaben ließen. Greenstorm vermietet E-Bikes an Hotels, kümmert sich um deren leerstehende Zimmer und verkauft die gewarteten E-Bikes nach zwei Saisonen weiter. Kiweno hat Kits entwickelt mit deren Hilfe einfach und bequem von zuhause aus Unverträglichkeiten und der Nährstoffhaushalt getestet werden können.

Philipp Zimmermann wusste einiges über die Herausforderungen zu berichten, die schnelles Wachstum mit sich bringt, da sich die Zahl der Mitarbeiter innerhalb von drei Jahren verdreißigfacht hat – von 4 auf 120! Dank diesem Wachstum zählt das Startup laut Times Magazin zu einem der am schnellsten wachsenden Startups Europas. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte aber eigentlich schon 2009, als die Gründer das Potenzial von E-Bikes erkannt und einfach selber 17 Stück davon gebaut hat. Eines gilt aber damals wie heute: „Wenn etwas schiefgelaufen ist, fahre immer ich selbst zu den Kunden und erkläre die Umstände, dafür stehe ich gerade!“

Bei Robert Fuschelberger lief alles etwas anders ab: er gründete Kiweno aus der Uni heraus und hat da auch gleich den ersten Tipp: „Ich will euch ja nicht davon abraten neben der Uni zu gründen – aber wenn ihr die Chance habt, schnuppert lieber zuerst etwas Startup-Luft, um euch ein Bild zu machen!“ Nachdem Kiweno zwei Business Angel von sich überzeugen konnte, kam auch ein großer Konzern auf die Grüner zu und bot ihnen einen Deal über 7 Mio. Euro an – die folgende mediale Aufmerksamkeit war groß, aber auch mit Tiefschlägen verbunden, denn die Wachstumsstrategie beruhte vor allem auf TV-Werbung, leider ging der Plan aber nicht auf und Kiweno musste innherlb von zwei Jahren von 35 auf einen Mitarbeiter gekürzt werden. Da Robert es aber hasst zu verlieren, blieb er am Ball und glaubte weiterhin an sein Kiweno. Am Ende zahlte sich die Hartnäckigkeit aus und gemeinsam mit einem neuen Partner startete Kiweno 2019 wieder voll durch!

Nach einer ausgedehnten Fragerunde ging es weiter zum Netzwerken bei Pommes und guter Laune.