From Idea to Reality – wie aus innovativen Deep-Tech Forschungsideen erfolgreiche
Unternehmen werden

ECT Summer School on Entrepreneurship: Ein Intensivprogramm des I.E.C.T. - Hermann Hauser
in Zusammenarbeit mit der University of Cambridge, dem Forum Alpbach und der Werkstätte
Wattens um fundamentale Forschungsdurchbrüche für Wirtschaft und Gesellschaft zugänglich zu
machen.

Tatsächlich sind wir – und das passiert selten – hier in Tirol die Ersten, die eine österreichische
Startup-Landschaft im Hochtechnologie-Bereich aufgebaut haben!“, sagt Josef Hauser, einer der
Gründer von I.E.C.T. Gemeinsam mit Hannes und Magdalena Hauser holte er sich mit der Gründung des .E.C.T.– Hermann Hauser 2016 Wissen aus Cambridge, dem „europäischen Silicon Valley“ nach Tirol.

Co-Founder und Namensgeber Hermann Hauser, gebürtiger Tiroler, ist nicht nur Acorn-Gründer,
sondern auch internationaler Investor, Mitbegründer des Silicon Fen in Cambridge und starker
Unterstützer, Ideen aus dem Wissenschafts- und Forschungsbereich zu kommerzialisieren. Die I.E.C.T.
– Summer School feiert dieses Jahr ihr 5-jähriges Jubiläum und es war an der Zeit eine erste Bilanz zu ziehen beim diesjährigen Celebration Dinner. Hermann, Magdalena und Josef Hauser teilten die Erfolge nd Herausforderungen der letzten Jahre mit ausgewählten Gästen wie S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein und Markus Langes-Swarovski, den Alumni der letzten Jahre sowie den diesjährigen
Teilnehmern. Aus der Summer School gingen über 90 Alumni hervor, von denen mehr als ein Drittel bis jetzt schon Unternehmen gründeten und eine Wertschöpfung von über 200 Jobs geschaffen haben.
Dabei konnten die Alumni insgesamt über 38 Millionen Funding erzielen. Beträchtliche Zahlen, wenn
man bedenkt, dass die Zielgruppe und Großteil der Teilnehmer der Summer School Early-StageEntrepreneure bzw. Forscher sind, die teilweise nur mit ihrer Idee bzw. einem Konzept beginnen und ach einer Woche Intensivtraining im unternehmerischen Denken mit Experten und Mentoren aus der ganzen Welt ihr Unternehmen starten.

Bei der I.E.C.T. – Summer School on Entrepreneurship, die 2015 in Alpbach startete und nach
Wachstum seit 2017 in der Werkstätte Wattens stattfindet, treffen Forscher aus dem
Technologiebereich auf über 80 internationale Experten – Serial Entrepreneurs, Venture Capitalists,
Industrie- und Technologieexperten – die gemeinsam mit den Teilnehmern an der Weiterentwicklung
ihrer Ideen arbeiten. Fokusthemen sind unter anderem Artificial Intelligence, MedTech und Synthetic
Biology, CleanTech, RegTech, Material Science sowie Quantum Computing.

Mit dabei waren dieses Jahr S.D. Prinz Maximilian von und zu Liechtenstein (CEO der LGT Group), der
österreichische Investor Gerald Hörhan (Investment Punk), Alex van Someren (Managing Partner von
Amadeus Capital Partners), Helmut Schönenberger (Co-Founder and CEO bei UnternehmerTUM
Center for Innovation and Business Creation), Christine Scharinger (Mobilität & Zukunft, RaiffeisenLeasing GmbH), die Unternehmensberaterin Antonella Mei-Pochtler und natürlich der Gastgeber Markus Langes-Swarovski.

Auf Einladung von New Horizons, Deutsche Bahn AG, waren mehr als 10 C-Level Executives aus dem
Mobilitätsbereich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz anwesend und hielten im Rahmen der
Summer School einen eigenen Workshop ab.


Die Gewinner der I.E.C.T. – Summer School und das Forum Alpbach

Eine der Herausforderungen für die Teilnehmer der I.E.C.T.– Summer School ist es Investoren und
strategische Partner zu finden, die es möglich machen, aus ihrer Idee einen Prototyp und langfristig ein rfolgreiches Unternehmen zu machen. Für diejenigen, die es gewohnt sind im Forschungsumfeld ihre Idee vorzustellen, ist der letzte Tag , wo sie zum ersten Mal vor Investoren, Experten und Serial
Entrepreneurs pitchen müssen, besonders aufregend. Die Kunst, eine Idee kurz und für Personen, dienicht vom Fach sind, verständlich darzustellen, erlernen sie während der Woche und dürfen das dannauch gleich beim Demo Day testen.

Bei den Schlusspräsentationen wurden die drei besten Startups ausgewählt, um beim Falling Walls am Forum Alpbach ihre Idee zu präsentieren. Die Gewinner: Eine Therapie gegen Arthritis, smarte Sensoren und eine Technologie für die Aushärtung von Harzsystemen.

Vor der Präsentation vor den fünf ausgewählten Experten war die ausgebildete Veterinärmedizinerin
Julie Rosser noch skeptisch, ob ihre Idee zur Arthritis-Therapie überzeugen kann: „Oft herrscht die
Meinung vor, dass es immer nur eine einzige Lösung für ein Problem gibt. Pregenerate bietet nicht die
eine Lösung, sondern sehr viele individuell zugeschnittene Lösungen.“ Dass ihr Produkt ursprünglich für Pferde gedacht wurde, heißt für sie daher nicht, dass es nicht auch für Menschen funktioniert.
„Individuell heißt auch, über eine Spezies hinaus.“ Trotz ihrer anfänglichen Bedenken hat Julie einen
guten Eindruck bei der Jury hinterlassen und durfte mit zum Falling Walls Pitch.

Was Curratec macht, wenn es nach Daniel Grunenberg geht, ist eigentlich ganz einfach: Eine Technik
zur Aushärtung von Epoxidharzen, die eine einfache und energieeffiziente Härtung ermöglicht und die
Polymerherstellung in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen revolutioniert. „Der Markt ist
definitiv da. Wir hatten bereits Gespräche mit Interessenten und potentiellen Kunden. Was natürlich
nicht heißt, dass wir uns zurücklehnen können. Ich habe einen technischen Hintergrund, die Summer
School hat mir nun Bereiche der Unternehmensgründung und -führung aufgezeigt, in welchen es bei
uns noch einiges zu tun gibt. Einer der nächsten Schritte ist es, Investoren zu finden.“

Sumeet Kumar, CEO und CO-Founder von Innatera, hat es erfolgreich geschafft, seine Technologie aus
dem Bereich künstliche Intelligenz der Jury schlüssig darzustellen.
Was er verbessern möchte sind sensorbasierte, smarte Geräte. Sein Schlüsselwort lautet
Energieeffizienz: Durch die Vereinfachung der eingebetteten Intelligenz werden die Daten, die direkt im
Device am Sensor gesammelt werden, effizient sinnvoll genutzt. „Einer der Gründe, warum ich zur
Summer School gekommen bin, ist, das Pitchen zu lernen. Ich glaube an unsere bahnbrechende
Technologie - die Herausforderung besteht allerdings darin, andere davon zu überzeugen. Und dafür
hat man ja meistens nur begrenzt Zeit.“

„Es war auch dieses Jahr wieder sehr spannend zu sehen, was sich innerhalb einer intensiven Woche
tut. Es war für die Teilnehmer eine sehr anstrengende Woche, aber es hat sich für jede und jeden von
ihnen gelohnt. Schon allein deshalb, weil sie die einzigartige Möglichkeit hatten, auf so engem Raum in so kurzer Zeit mit internationalen Experten, potentiellen Investoren, erfahrenen Unternehmern und
Mentoren zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten“, sagt Yupar Myint, deren Programm Ignite aus
Cambridge als Vorbild für die Summer School galt. Sie selbst ist die Programmdirektorin der I.E.C.T. -
Summer School und auch Mentorin während der Woche.