Wer kennt diese Situation nicht: Sie sind gerade dabei, das Mittagessen zu kochen, die Pfanne mit Fett steht bereits auf dem eingeschalteten Herd und es klingelt.
Es ist die Nachbarin, die netterweise ein Paket für Sie übernommen hat. Sie plaudern – eh nur ganz kurz – und bis Sie wieder in die Küche zurückkommen, ist das Malheur schon passiert. Das heiße Fett hat sich entzündet, Rauch und Ruß haben die Küchenzeile und den Vorhang ruiniert. Der Schaden ist enorm. Das ist ärgerlich, aber kein Problem. Sie haben ja eh eine Haushaltsversicherung.

Irrtum – es flattert ein Ablehnungsschreiben ins Haus mit der Begründung: grobe Fahrlässigkeit!


Was ist grob fahrlässig?

Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die Sorgfaltspflicht in besonders hohem Maße missachtet worden ist. D.h. der Schaden ist aufgrund eines Fehlers, der einem ordentlichen Menschen in dieser Situation nicht unterlaufen würde, entstanden.

Und dennoch: immer wieder liest man von solchen Missgeschicken. Der Kochtopf am Herd, die brennende Zigarette im Mülleimer, der kurz unbeaufsichtigte Christbaum, die vergessene Kerze, der geplatzte Schlauch der Waschmaschine, die ausgefahrene Markise trotz Sturmwarnung – das alles soll nicht versichert sein!?


Ja – es sei denn, Sie haben die grobe Fahrlässigkeit mitversichert. Dies wurde in den letzten Jahren auch zunehmend Thema der Versicherungswirtschaft und es wurde darauf reagiert. War die grobe Fahrlässigkeit lange Zeit überhaupt nicht versicherbar, wird diese seit einigen Jahren als Zusatzoption sehr wohl angeboten.

Die grobe Fahrlässigkeit betrifft grundsätzlich sämtliche Sachversicherungsprodukte. Egal ob Feuer-, Sturm-, Leitungswasser-, Haushalt-, Einbruch- oder Glasversicherung.

Daher prüfen Sie Ihre Versicherungsverträge und lassen Sie sich beraten vom Versicherungsberater Ihres Vertrauens. Damit Sie bestens vorgesorgt haben, wenn eine kleine Unaufmerksamkeit zu großem Schaden führt.