Nach den nun vorliegenden, vorläufigen Berechnungen des Austrian Economics Center ist der heurige Tax Freedom Day am 15. August. Diesen Samstag also ist es soweit: Zehn Tage später als 2019 können Österreichs Steuerzahler über ihr Einkommen frei verfügen. Die Junge Wirtschaft fordert anlässlich dieses so wichtigen Datums erneut und mit Nachdruck mehr Zukunfts- und Generationengerechtigkeit. „Der Tax Freedom Day muss in der ersten Jahreshälfte stattfinden, denn Halbe-Halbe ist genug“, so der Landesvorsitzende Hannes Buchhauser. „Denn von jedem verdienten Euro bleiben derzeit nur 38 Cent im eigenen Börserl.“

Bis einschließlich dieses Samstags – den 15. August 2020 – wurde in diesem Jahr von Frau und Herrn Österreicher ausschließlich für den Staat gearbeitet. Erst ab dem 16. sind die Einkommen bis zum nächsten 1. Jänner frei verfügbar und gehen damit ins eigene Börserl. Das ist natürlich eine statistische Annahme, der Tax Freedom Day ist ein symbolischer Tag, der den Bürgern für alle Diskussionen rund um Steuern und Gerechtigkeit eine anschauliche Grundlage bieten soll“, erklärt Barbara Kolm, Direktorin des Austrian Economics Center (AEC) – das seit 2010 das Datum dieses jährlichen „Steuerzahltags“ berechnet. Also jenen Tag, ab dem das erwirtschaftete Einkommen einer Volkswirtschaft nicht mehr zur Bezahlung von Steuern und Abgaben an den Staat abgeführt werden muss.

Und in den vergangenen Jahrzehnten habe sich der Tax Freedom Day in Österreich kontinuierlich nach hinten verschoben, so Kolm, erst in den letzten vier Jahren sei es aufgrund erster Reformschritte und der guten Konjunktur wieder etwas nach vorne gegangen. Doch dieser Trend habe sich nun durch die Krise umgekehrt. Auch die Budgetkonsolidierung wurde gebremst – man werde vorübergehend größere Defizite nicht vermeiden können.

 Ein Grund mehr für den Landesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft, Hannes Buchhauser, eine deutliche Senkung der Abgaben zu fordern: „Seit Jahren fordern wir, dass Halbe-Halbe bei den zu leistenden Abgaben genug sein muss. Nur wenn sich der Tax Freedom Day endlich in die erste Jahreshälfte verschiebt, kann man von Generationengerechtigkeit und Zukunftschancen sprechen.“ So blieben aktuell mit dem um zehn Tage späteren Tax Freedom Day 2020 von einem erwirtschafteten Euro nur 38 Cent in der eigenen Tasche, rechnet Buchhauser vor. Und die Corona-Krise könne das aktuelle Datum durchaus noch weiter nach hinten verschieben, so der Landesvorsitzende. „Umso mehr ist in dieser derzeitigen Krisensituation eine deutliche Absenkung der Abgaben essentiell. Um damit den Menschen im Land jene Mittel zu lassen, die die Wirtschaft zur Erholung, zum Re-Start dringend benötigt.“

Graz 14. August 2020

Rückfragehinweis:

Mag. Bernd Liebminger

Landesgeschäftsführer Junge Wirtschaft

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