Rund und 550.000 Bürger müssen jedes Quartal ihre Einkommenssteuervorauszahlung termingerecht an das zuständige Finanzamt überweisen. Seit 1.7.2019 ist dies nun auch mittels Einziehungsauftrag möglich. Dadurch können Zahlungsverzüge und daraus resultierende Säumnisfolgen vermieden werden. Wir informieren Sie wie das Verfahren funktioniert und welche Vorteile es bringt!

Wenn Sie sich nicht mehr mit den Fälligkeitsterminen und der rechtzeitigen Einzahlung Ihrer Einkommensteuervorauszahlungen herumschlagen wollen, empfehlen wir Ihnen auf die Möglichkeit des SEPA-Lastschriftverfahrens umzusteigen. Die Finanzverwaltung bucht den fälligen Betrag diesfalls automatisch rechtzeitig von Ihrem Konto ab. Säumnisfolgen durch eine verspätete Einzahlung sind damit ausgeschlossen.

Ein solches SEPA-Lastschriftmandat (Einziehungsauftrag) kann entweder direkt über FinanzOnline oder über das folgende Webformular erteilt werden. Wird das Webformular verwendet, so muss das ausgefüllte Formular an die im Formular angegebene Adresse übermittelt werden. Wurde ein wirksames Lastschriftmandat erteilt, erhalten Sie einige Tage vor jedem Einzug eine Information über den Zeitpunkt und die Höhe der Abbuchung. Bei Abgaben, welche regelmäßig in gleicher Höhe eingezogen werden, muss eine solche Vorabinformation zumindest einmal pro Kalenderjahr erfolgen.

ACHTUNG: Solange Sie noch keine Vorabinformation erhalten haben, müssen Sie fällige Vorauszahlungen weiterhin selbst überweisen bzw. einzahlen.

Die Erteilung eines Lastschriftmandats ist nur möglich wenn:

  • das Abgabenkonto keinen vollstreckbaren Rückstand ausweist,
  • kein Antrag auf Zahlungserleichterung eingebracht und keine Bewilligung einer Zahlungserleichterung aufrecht ist,
  • kein Antrag auf Aussetzung der Einhebung eingebracht und
  • kein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Abgabepflichtigen eröffnet wurde.

Ein Einziehungsauftrag verliert seine Gültigkeit wenn:

  • eine der oben genannten Voraussetzungen nach Mandatserteilung eintritt,
  • der Betrag bei Fälligkeit nicht vom Girokonto abgebucht werden kann, weil dieses zB nicht gedeckt ist,
  • sich die Kontoverbindung des Abgabenpflichtigen ändert oder
  • während eines Zeitraums von 36 Monaten ab Erteilung oder ab der letzten Transaktion keine Einziehung mehr erfolgt.

Ein Widerruf durch den Steuerpflichtigen ist jederzeit möglich. Der Widerruf muss der Abgabenbehörde schriftlich (über FinanzOnline, im Postweg oder per Telefax) erklärt werden und wirkt ab dem Tag des Einlangens bei der Abgabenbehörde. Die Angabe von Gründen ist nicht erforderlich.

Bitte beachten Sie, dass die Einziehung mittels SEPA-Lastschriftmandat unabhängig von entstehenden Gutschriften oder vom Bestehen eines allfälligen Guthabens auf dem Abgabenkonto erfolgt. Der eingezogene Betrag wird jedenfalls für die Abdeckung der fälligen Einkommensteuervorauszahlung verwendet. Wenn diese durch eine zwischenzeitlich einlangende Gutschrift bereits gedeckt ist, kann der eingezogene Betrag zur Verrechnung mit anderen fälligen Abgaben herangezogen werden. Wenn es zu einer Rücklastschrift kommt, weil beispielsweise das Girokonto nicht gedeckt ist, kann das Finanzamt die daraus resultierenden Spesen dem Steuerpflichtigen bescheidmäßig vorschreiben.

 

Für weitere Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns  telefonisch unter unserer NeugründerInnen-Hotline in Graz +43 (0)316 327 940 bzw. in Köflach  +43 (0)3144 3469, per Mail unter gruender@gaedke.co.at oder besuchen Sie unsere Website.