In entspannter Atmosphäre plaudert Mag. Kiska aus dem Nähkästchen, wie er mit knapp 30 eigentlich nur für ein Projekt sein Unternehmen gründete, warum der erste Mitarbeiter die schwierigste, unternehmerische Entscheidung seines Lebens war und wieso das Surfen in der Mittagspause so wichtig ist.

Als Gerald Kiska Anfang der 1990er Jahre Porsche Design verließ und ein Unternehmen gründete, um für die Skidata die KeyWatch zu entwickeln, war dem damaligen Ein-Mann-Betrieb noch nicht klar, dass er 2018 von 240 Mitarbeitern aus 37 Nationen an 4 globalen Unternehmensstandorten (neben dem Headquarter in Salzburg, auch Kalifornien, Shanghai und Bamberg im Süden Deutschland) berichten kann.

Das in Anif ansässige Unternehmen KISKA ist eines der führenden Produkt-Design-Unternehmen weltweit. Dennoch sei die Herausforderung groß, die besten Designer der Welt nach Salzburg zu bringen. Noch viel schwerer sei es aber, diese auch hier zu halten. Dafür scheut Gerald Kiska keine Kosten und Mühen, um seinem Team die idealen Arbeits- und Freizeitbedingungen zu bieten. Dazu zählen eigene Outdoor-Parcours am Untersberg, firmeninterne Running-Clubs und weitere Aktivitäten, um seine kreativen Köpfe bei Laune zu halten.

Doch so federleicht, wie sich der Werdegang in den Erzählungen des gebürtigen Oberösterreichers anhört, sei es nicht immer gewesen. „Im Nachhinein hört sich die Story immer gut an. Wir sind aber 3 Mal an der 25 Mitarbeiter-Grenze gescheitert. Die Organisationsstruktur war dafür noch nicht reif. Bei 100 Mitarbeitern ist es uns wieder so gegangen. Es ist, als stößt man sich dauernd den Kopf an der gläsernen Decke“, weiß der Gründer zu berichten. Die 100 Mitarbeiter Marke hat das Unternehmen seit längerem genommen. Wie das möglich war?

Kiska reflektiert: „Man muss hart an sich selbst als Führungsperson und an den Unternehmensstrukturen arbeiten, darf nie Quantität über Qualität stellen und man braucht eine große Portion Mut, sich auch von Leuten zu trennen, die den nächsten Entwicklungsschritt nicht mehr mitgehen können."

Sich selbst sieht Kiska mittlerweile als Design-Coach, der dafür da ist, das Beste aus seinen Mitarbeitern herauszuholen. „Man muss bei jedem Menschen wissen, welchen Knopf man drücken muss, um noch etwas herauszuholen und ihn voran zu treiben. Man muss aber auch wissen, wann man das Optimum erreicht hat.“

 Hier geht's zu den Bildern