Im Rahmen der Landeskonferenz der Jungen Wirtschaft Oberösterreich wurde Bernhard Aichinger als Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft für eine Funktionsperiode von drei Jahren wiedergewählt. Aichinger (30) ist Geschäftsführer der Welser Internet-Agentur E-CONOMIX GmbH und seit 2015 JW-Landesvorsitzender.

„Mein Team und ich haben von Beginn an Gas gegeben“, so Aichinger im Rückblick über die vergangenen drei Jahre. Ein großer Fokus lag – und liegt auch weiterhin - auf der Schaffung von unternehmergerechten Rahmenbedingungen. „Die Senkung der Lohnnebenkosten ist maßgeblich, damit junge Unternehmen wachsen und Arbeitsplätze schaffen können. Wir setzen uns daher dafür ein, dass Dauerbrenner wie Bürokratie, die Senkung der Steuer- und Abgabenquote, Finanzierung usw. in der Politik Anklang finden, denn hier drückt bei den meisten Unternehmern der Schuh“, hebt Aichinger hervor. Ebenfalls ein wesentliches Ziel war die Positionierung im Umfeld von Start-ups. So wurden etwa bei „idea meets money“ junge Start-ups mit Investoren vernetzt und auch der Start-up-Day sowie „Next step“ boten zahlreiche Möglichkeiten des gemeinsamen Austausches. „Nachhaltiges Netzwerken und junge Unternehmen in ihrer Wachstumsphase zu begleiten: Darauf werden wir auch in Zukunft einen starken Fokus legen“, untermauert der JW-Landesvorsitzende.

Neu im Team
Neue Landesvorsitzender-Stellvertreterin ist Stefanie Etzenberger aus Pettenbach. Die 28-jährige Werbefachfrau arbeitete nach ihrer Lehre zur Bürokauffrau einige Jahre als Vertragsbedienstete, bis sie 2013 die Leitung der Marketingabteilung der Ö-Baumanagement GmbH übernahm. Seit 2015 ist sie Prokuristin bei der Ö-Baumanagement GmbH in Vorchdorf (Etzi-Haus, Etzi-Haustec).

Als Nachfolgerin von Corinna Lindinger ist Stefanie Etzenberger die Unternehmensübernahme ein großes Anliegen. 2017 erfolgten in Oberösterreich 623 Übernahmen, zwischen 2018 und 2023 stehen rund 7000 Arbeitgeberbetriebe vor der Übergabe. Rund 60.000 Beschäftigte sind davon betroffen. „Übernahmen erfordern Mut, bringen jedoch viele positive Aspekte mit sich. Ich möchte junge Menschen motivieren, das Erbe ihrer Eltern anzutreten, denn die Übernahme eines bestehenden Unternehmens ist eine interessante Alternative zur Gründung. So geht die Wertschöpfung nicht verloren und man kann auf bestehende Strukturen, Kundenbeziehungen und wertvolle Mitarbeiter aufbauen“, weiß Etzenberger.

Stefanie Etzenberger folgt Corinna Lindinger aus St. Marien (Geschäftsführerin von T.F.M. Technologie für Metallbearbeitung GmbH in Traun) nach, die seit 2015 im Landesvorstand war.

Als Landesvorsitzender-Stellvertreter bestätigt wurde bei der Landeskonferenz Christoph Heumader (37) aus Freistadt, der als Agile Coach, Trainer und Mentor selbständig ist und die Geschäftsführung von Lean:ON - agile & more inne hat. Auch Heumader ist seit 2015 im Landesvorstand aktiv.

„trau di“: Mit Mut & Ehrgeiz volle Kraft voraus
„Ein Unternehmen zu gründen und zu führen, durch all die Höhen und Tiefen, erfordert Mut. Daher ist ‚trau di‘ auch das Motto des heurigen und nächsten Jahres. Es ist uns wichtig, das Gefühlsleben eines Jungunternehmers und Gründers nach außen zu transportieren und der Bevölkerung zu zeigen, dass Jungunternehmer hart arbeiten und mit ihren Impulsen unseren Wirtschaftsstandort beleben. Denn das Bild, dass sich jeder Unternehmer einen Ferrari in die Garage stellt, ist falsch. Gleichzeitig möchten wir Gründer – oder auch diejenigen, die noch nicht gegründet haben, ermutigen, ihren Weg zu gehen. Denn Mut kann man nicht kaufen, aber fühlen“, so Aichinger. Höhepunkt des Jahres 2019 wird am 27. und 28. Sepetmber der JW-Summit, ein Kongress für rund 1500 junge Selbständige und Führungskräfte, sein. Top-Referenten, zahlreiche Workshops und auch die eine oder andere Mutprobe wartet auf die Teilnehmer.