JW-Landesvorsitzender Mathias Past: „Jetzt regionale Unternehmen stärken“ – Investitionsanreiz würde österreichweit 4.600 Arbeitsplätze bringen.

„Der Zeitpunkt war noch nie günstiger, die Dringlichkeit nie höher. Die Unternehmen brauchen jetzt frisches Eigenkapital, um aus der Krise durchstarten zu können“, sagt Mathias Past, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Niederösterreich.

 

Deshalb fordert er Steuerbegünstigungen für private Anleger, die in Firmen in ihrer Region investieren wollen. „In Österreich gibt es eine große Bereitschaft zum Investieren, wenn die Anreize und Rahmenbedingungen passen. Mit einem Beteiligungsfreibetrag - also einem steuerlichen Anreiz für Investoren und private Anleger, in heimische Unternehmen zu investieren - käme frisches Geld punktgenau dort an, wo es gebraucht wird.“ Immerhin lagern in Österreichs privaten Haushalten derzeit täglich fällige Einlagen in der Höhe von 167 Milliarden Euro.

So würde der Beteiligungsfreibetrag funktionieren:

Wer über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Eigenkapital- (oder eigenkapitalähnliche) Investition in eine Kapitalgesellschaft in Österreich tätigt, könnte damit einen Beteiligungsfreibetrag als Sonderausgabe (Steuerfreibetrag) von maximal 100.000 Euro pro Steuerpflichtigem nutzen.

Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen eines solchen Beteiligungsfreibetrages hat das Forschungsinstitut Economica für Österreich berechnet.


Die Eckpunkte:

Für ganz Österreich berechnet die Studie ein Gesamtinvestment von rund 380 Millionen Euro in heimische Unternehmen.

  • Jede zusätzlich investierte Million schafft 12 Jobs - 4.600 Arbeitsplätze könnten das über den Zeitraum von fünf Jahren sein.
  • Laut der Umfrage ist jede fünfte GmbH an alternativem Eigenkapital interessiert.
  • In 19 Ländern, darunter 11 EU-Staaten, gibt es bereits unterschiedliche Formen der steuerlichen Begünstigung für Risikokapital, das in (Klein-)Unternehmen investiert wird.
  • International sind Beträge zwischen 17.000 und 25.000 Euro je Investor und Unternehmen üblich.

 „Die Chancen, dass ein Beteiligungsfreibetrag in Anspruch genommen würde, sind in Österreich derzeit sehr günstig: Die Haushalte haben mehr angespart und die Bereitschaft der Unternehmen, über alternative Finanzierungsformen nachzudenken, ist ebenfalls groß“, sagt Peter Voithofer von Economica.